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Engie Electrabel möchte Tihange 2 gesetzeswidrig noch 20 Jahre am Netz halten

In einem heute in den Aachener Nachrichten veröffentlichten Interview mit Jean-Philippe Bainier, dem Leiter des Atomkraftwerks Tihange teilt dieser mit, den Riss-Reaktor Tihange 2 noch weitere 20 Jahre am Netz lassen zu wollen. Der Reaktor war in die Kritik geraten, weil es tausende bis zu 15 cm große Risse unbekannter Herkunft im Reaktordruckbehälter gibt.

„Diese Forderung nach zusätzliche 20 Jahren Laufzeit für Tihange 2 ist so absurd, da kann man gar keine Stellung zu beziehen.“, sagt Dr. Ilse Tweer, Materialwissenschaftlerin und schon lange mit den Rissen in Tihange und Doel vertraut.

„Ich bin fassungslos über die Dreistigkeit des Betreibers, den Reaktor noch länger laufen lassen zu wollen. Anstelle einer Laufzeitverlängerung von Tihange 2 hätte der Reaktor wegen Sicherheitsmängeln schon längst endgültig vom Netz genommen werden müssen.“ so Jörg Schellenberg, einer der Organisatoren der am Sonntag stattfindenden Menschenkette. In Bezug auf diese Meldung und die in vier Tagen anstehende Menschenkette führt er fort: „Das ist der Tropfen der die Menschenkette zum Überlaufen bringt. Die Zukunft der Euregio liegt in unseren Händen!“

Am Sonntag, 25 Juni findet eine Menschenkette von Tihange über Lüttich und Maastricht nach Aachen statt. Die Aktion läuft unter dem Motto „Kettenreaktion Tihange“ und es werden Zehntausende Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwartet.

Weitere Informationen finden Sie unter www.kettenreaktion-tihange.eu